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Gefährdete Schwangerschaft – Hilfe durch ganzheitliche Therapie

Der Zusammenhang zwischen mütterlicher Gesundheit und Gesundheit des Kindes wird bei schwangeren Frauen besonders deutlich. Selbst wenn eine Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, bedeutet sie oft eine krisenhafte Veränderung der gesamten Familien­situation, die zur gesundheitlichen Belastung werden kann und einen Anspruch auf fachliche Hilfen begründet. Dies gilt um so mehr, wenn eine Schwangerschaft unter Störungen oder Gefährdungen zu leiden hat.

Zum Beispiel konnten in den letzten Jahren die Überlebens­chancen Frühgeborener zwar deutlich ver­bessert werden und die Sterblichkeit während der Geburt hat ständig abgenommen. Jedoch steigt trotz aller Vorsorgemaßnahmen die Häufigkeit von frühgeborenen Kindern. Als Ursachen dafür werden das steigende Alter der Schwangeren, Mehrlingsschwangerschaften nach künstlicher Befruchtung, aber auch Rauchen, falsche Ernährung und Stress diskutiert.  Die erhärteten Risikofaktoren (schwierige Lebensumstände, Vorerkrankungen, geburtshilflich-gynäko­logische Befunde), unter denen übrigens eine Häufung psychosozialer Faktoren auffällt, weisen den Weg in eine erweiterte Form der Vorsorge. Auch Frauen in der Rekonvaleszensphase nach Erkrankungen in der Frühschwangerschaft brauchen Unterstützung. Deshalb bieten wir Reha für Schwangere (ggf. mit ihren Kin­dern) als Beitrag zu einer umfassenden Gesundheitsvorsorge an.

Diagnostik

Durch eine ausführliche Anamnese werden die indivi­duel­len Risikofaktoren erfasst. Dabei gilt unsere Aufmerksam­keit neben einer eventuellen Störung der Körperfunktionen und -strukturen besonders auch einer Beeinträchtigung der Aktivitäten und der gesellschaftlichen Teilhabe. Außerdem werden ausgewählte Labor­parameter überprüft, sonographische und kardio­tokographische Untersuchungen so­wie die Bestimmung des Pelvic Scores (Bestimmung der Geburtsreife des Muttermundes) score durch­geführt. Gegebenenfalls wird im letzten Schwangerschaftsdrittel auch ein biophysikalisches Profil (der sogenannte BPP-Test zur Kontrolle des Babys) erstellt. Zudem wird Infektionsdiagnostik im Sinne der Frühgeburts-Prävention durchgeführt.

Therapie

Um die Lebensperspektiven der werdenden Mütter wie der Ungeborenen zu verbessern, wird indikationsgerecht ein individueller Therapieplan erstellt, laufend überprüft und fortgeschrieben. Therapeutische Elemente sind dabei u.a.:

  • medizinische, auch medikamentöse Therapie (z.B. bei Anämie, Kontraktionsneigung, Hypertonus)
  • Entlastung (z.B. durch Kinderbetreuung), Schonung (z.B. durch den Milieu-Wechsel), Ruhe
  • Physiotherapie (Einzelgymnsatik, physikalische Therapie wie z.B. Kneipp Therapie) und Bewegungstherapie (z.B. Schwim­men, Gymnastik)
  • Ernährungsberatung
  • Beratung zur Veränderung von problematischen Lebens­gewohnheiten (z.B. Rauchen, Genussmittel­abusus, Strukturierung des Tages­ablaufes)
  • psychotherapeutische Einzelberatung (z.B. nach trau­ma­tisch erlebten Geburten)
  • familientherapeutische Beratung (z.B. Übergang zur Eltern­schaft)
  • themenzentrierte Gesprächskreise (z.B. Angstabbau, Stress­­bewältigung; Geburtsvorbereitung; zu erwar­ten­de Pro­bleme zwischen Geschwistern und Neuge­borenem; finanzielle Hilfe vor und nach der Geburt)
  • Einübung von Entspannungsverfahren (z.B. Yoga für Schwan­gere, Progressive Muskelrelaxation)
  • Kreativangebote

 

Indikationen

Frauen aus den folgenden Risikogruppen können wir gezielt helfen:

  • Schwangere mit Erschöpfungssyndrom
  • Frauen mit leichten bis mittelschweren Gestosen
  • Alleinerziehende ohne stabile Partnerbeziehung
  • Frauen mit ungenügender Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
  • Adipöse Schwangere
  • Mehr- bzw. Vielgebärende
  • Frauen mit einer anamnestischen geburtshilflichen Be­la­­s­­­tung (Fehlgeburt, untergewichtige Kinder, Totgeburten)
  • Frauen mit nicht bewältigtem Schwangerschaftskonflikt